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Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem – Winterblüher

Der Wald – gekennzeichnet durch seine vielen bunten und strahlenden Blumen, Sträucher und Bäume. Die meisten Farben verblassen im Winter. Aber es gibt einige Winterpflanzen, die sich in der kalten Jahreszeit entfalten. Dazu zählt zum Beispiel die Schneeheide, die Christrose und das Hornveilchen.

Dass viele Pflanzen im Winter nicht blühen, liegt an der verkürzten Tageslänge und dem geringen Lichteinfall. Die Tage werden nicht nur kürzer, sondern auch dunkler. Es gibt nur wenige Pflanzen, die unter diesen Bedingungen wachsen können. Die Winterblüher sind kälteresistent. Normalerweise dehnt sich das Wasser in den Zellen bei den kalten Temperaturen aus und es bilden sich Eiskristalle. Durch ein eigenes Körperfrostschutzmittel senken die Pflanzen ihren Gefrierpunkt und bleiben standhaft.

Vorteile der Winterblüher

Einer der großen Vorteile der Winterblüher ist, dass es wenige Arten von ihnen gibt und die Konkurrenz sehr gering ist. Die meisten Pflanzen blühen vom Frühjahr bis zum Herbst. Die Pflanzen des Winters müssen sich nicht um ausreichend Platz, Sonnenlicht oder andere biotische Faktoren duellieren. Zum Beispiel bekommen einige Arten durch die großen Bäume mit ihrer Baumdecke kaum Licht ab, aber im Winter, wenn alle Blätter von den Bäumen gefallen sind, haben sie einen ausreichenden Lichteinfall, um zu wachsen und zu blühen.

Die Winterheide

Die Winterheide ist den Heidengewächsen sehr ähnlich. Allerdings hat die Winterheide nadelförmige Blätter. Sie blüht von November bis Februar und teilweise sogar bis in den März hinein. Das Farbspektrum ist beeindruckend. Die kleinen Blüten strahlen in weißer, rosaroter, violetter, goldgelber oder orangener Farbe. Durch ihr eigenes Frostschutzmittel kann die Winterheide Temperaturen von -30 Grad Celsius standhalten.

Die Christrose

Die Christrose, auch bekannt als Schneerose, ist eine der beliebtesten Weihnachtspflanzen. Sie fällt durch ihre schneeweißen Blüten auf. Diese blühen selbst bei Schnee und Eis im Gegensatz zu vielen anderen Winterpflanzen, die ihre Blüten einziehen, um sie zu schützen. Die Christrosen eignen sich gut für den eigenen Garten, da sie sehr pflegeleicht sind. Allerdings ist die Pflanze giftig. Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort mit nährstoff- und humusreichem Boden. Die Christrose ist ein wichtiger Nährstoffspender für Bienen, da diese auch noch im März blühen.

Das Hornveilchen

Das Hornveilchen sieht den Stiefmütterchen sehr ähnlich, ist aber etwas kleiner und zierlicher. Die Pflanze zählt genauso wie das Stiefmütterchen zu den Veilchengewächsen. Am Ende der Blüte sitzen kurze Sporen, die an ein Horn erinnern. Daher kommt auch der Name „Hornveilchen“. Die Pflanze hat sehr farbenfrohe Blüten. Die Blüten sind gekennzeichnet durch Farbverläufe von gelb-violett, über rot-gelb bis hin zu rosa-blau. Das Hornveilchen kann bis auf einer Höhe von 2500 Metern gedeihen und Temperaturen von -30 Grad Celsius standhalten. Die Pflanze ist sehr kurzlebig, blüht dafür aber fast das ganze Jahr.

Die Vielfältigkeit nimmt kein Ende

Das Thema Ökosystem Wald lässt sich durch viele weitere Fassetten betrachten, beispielsweise durch das System der Nahrungskette und des Nahrungsnetzes, durch die verschiedenen Waldarten, durch die Stufen und Stadien des Waldes, sowie durch die Waldbewohner selbst.

Im nächsten Blogeintrag der Reihe „Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem“ wird es wieder neue spannende Themen zum Lesen geben.

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