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Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem – Weihnachtsbäume

Der Wald – gekennzeichnet durch seine vielen verschiedenen Baumarten. Davon eignen sich aber nur einige als Weihnachtsbaum. Fast in jedem Wohnzimmer, auf dem Balkon oder der Terrasse leuchtet dieser bunt geschmückt. Zu den beliebtesten Weihnachtsbäumen zählen die Nordmanntanne und die Rotfichte.

Warum stellt man in der Weihnachtszeit den Tannenbaum auf?

Der Ursprung des Weihnachtsbaums liegt im Heidentum. Dort holte man zur Wintersommerwende Wintermaien in das Haus. Das waren immergrüne Zweige als Zeichen des Lebens. Diese sollten die Wintergeister vertreiben und versprachen Schutz und Fruchtbarkeit. Im Mittelalter vermischte sich das Heidnische mit dem Christlichen. Die Kirche begann biblische Szenen nachzustellen und sie so für das Volk greifbar zu machen. Eine der beliebtesten Szenen im Mittelaltar war die Geschichte von Adam und Eva. Ein ganz besonderes Symbol in dieser Geschichte war der Paradiesbaum. Um diesen zu veranschaulichen, brauchte man einen immergrünen Baum – einen Nadelbaum. Nach und nach wurde eine Verbindung zwischen dem grünen Baum und der Weihnachtsgeschichte hergestellt. Der christliche Glaube übernahm den Brauch und seine Symbolik aus dem Heidentum. Die Eigenschaft „immergrün“ steht für das ewige Leben und soll Hoffnung spenden. Der klassische Christbaum wurde dann mit Lichtern und Kerzen geschmückt, die in der dunklen Zeit ein Licht der Hoffnung spenden sollten. Es galt als Symbol Jesu Christi.

Die Nordmanntanne
(Abies nordmanniana)

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Christbaum. Er ist sehr buschig und hat eine hohe Dichte an Nadeln. Diese immergrünen Nadeln sind sehr weich und stechen nicht. Deshalb lässt sich der Baum besonders gut mit Kindern schmücken. Die stabilen Äste tragen den Baumschmuck problemlos. Eine besondere Eigenschaft ist, dass der Baum eine lange Haltbarkeit hat und selbst bei warmer Zimmertemperatur seine Nadeln erst nach Wochen verliert. Der Nadelbaum wächst nur 10 bis 12 cm pro Jahr. Dadurch, dass der Baum mehr Zeit zum Wachsen benötigt, gehört er zu den teureren Weihnachtsbäumen.

Die Rotfichte (Picea rubens)

Die Rotfichte ist neben der Nordmanntanne auch ein sehr beliebter Weihnachtsbaum. Es handelt sich hier um die günstigere Alternative. Die Rotfichte ist in Deutschland heimisch und macht einen Waldflächenanteil von 28 Prozent aus. Damit ist das die am meisten vorkommende Baumart in Deutschland. Die Rotfichte hat kleine, kurze Nadeln, die spitz sind und stechen. Daher ist das Baumschmücken nicht allzu angenehm. Außerdem verliert der Baum in warmen Räumen schon nach weinigen Tagen seine Nadeln. Deshalb eignet sich die Rotfichte nur dann als Tannenbaum, wenn dieser kurz vor Heiligabend gekauft wird oder als Christbaum auf der Terrasse oder dem Balkon stehen soll. An der frischen Luft hält ich der Baum mehrere Wochen.

Die Vielfältigkeit nimmt kein Ende

Das Thema Ökosystem Wald lässt sich durch viele weitere Fassetten betrachten, beispielsweise durch das System der Nahrungskette und des Nahrungsnetzes, durch die verschiedenen Waldarten, durch die Stufen und Stadien des Waldes, sowie durch die Waldbewohner selbst.

Im nächsten Blogeintrag der Reihe „Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem“ wird es wieder neue spannende Themen zum Lesen geben.

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