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Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem – Wildapfel

Der Wald – Zuhause von vielen verschiedenen Baum- und Straucharten. In deutschen Wäldern gibt es rund 90 verschiedene Arten. Die vier häufigsten Baumarten sind die Nadelbäume Fichte und Kiefer sowie die Laubbäume Buche und Eiche. Es gibt auch einige Baumarten, die man eher nicht mit dem Wald verbinden würde. Diese wachsen auf Feldern, an Feldrändern oder in Alleen. Dazu gehört neben dem Kirsch- oder Birnenbaum, auch der Apfelbaum. Apfelbäume, die im Wald wachsen, werden auch Wildapfel genannt.

Eigenschaften

Der Wildapfel gehört zu den Rosengewächsen und wird durchschnittlich 10 Meter hoch. Die eiförmigen Blätter haben einen gesägten Blätterrand. Die Blätter sind vier bis acht Zentimeter lang. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelb. Die Blüten haben einen weißen und rosafarbenen Ton und blühen in der Hauptsaison von April bis Mai. Die Blüten haben innere Kronblätter, die etwas heller sind als die äußeren Strauchblätter. Die Apfelfrucht der Wildpflanze verfärbt sich gelbgrün. Auf der Sonnenseite sind diese leicht gerötet und haben einen leichten herb-sauren Geschmack. Im Durchschnitt sind die Äpfel deutlich kleiner als die Kulturpflanze und werden etwa zwei bis vier Zentimeter groß. Den Wildapfel findet man aber nicht nur im Wald, sondern auch zunehmend in Gärten. Der Baum ist in Europa und in Vorderasien verbreitet. 

Ökologische Bedeutung und Verwendung

Die Äste des Wildapfels sind sehr stark verästelt und dienen Kleintieren als Versteck. So können Vögel wie zum Beispiel der Steinkauz die Stammhöhlen und Löcher als Brutplätze nutzen. Andere Tiere wiederum nutzen die Höhlen als Tagesquartier. Die Früchte werden von den Waldbewohnern gerne als Nahrung genutzt. Außerdem können Insekten wie Bienen oder Hummeln von dem Nutzen der Wildpflanze profitieren, denn die Blüten dienen den Insekten als Nahrung.

Obwohl die Äpfel etwas saurer sind, können sie in der Küche lecker verarbeitet werden. Die Früchte eignen sich hervorragend zur Saft- und zur Geleeherstellung. So kann man Apfelsaft schnell und ohne großen Aufwand mit einem Entsafter herstellen. Aber auch ohne Entsafter kann man Apfelsaft durch das Kochen von zerkleinerten Äpfeln anfertigen. Zuvor müssen Kerne, Stiel und Gehäuse entfernt worden sein. Mit Hilfe eines Siebs und einem Mulltuch kann man den Saft auspressen. Gelee wiederum lässt sich beispielsweise durch das Erhitzen von Apfelsaft, etwas Zitronensaft und Gelierzucker herstellen.

Die Vielfältigkeit nimmt kein Ende

Das Thema Ökosystem Wald lässt sich durch viele weitere Fassetten betrachten, beispielsweise durch das System der Nahrungskette und des Nahrungsnetzes, durch die verschiedenen Waldarten, durch die Stufen und Stadien des Waldes, sowie durch die Waldbewohner selbst.

Im nächsten Blogeintrag der Reihe „Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem“ wird es wieder neue spannende Themen zum Lesen geben.

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