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Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem – phänologische Jahreszeiten

Der Wald – zu den verschiedenen Jahreszeiten lassen sich ganz unterschiedliche Farben der Blumen, Blüten und Sträucher beobachten. Unterschiedliche Tiere springen und klettern im Licht der Sonne zwischen den Baumwipfeln oder stapfen bei Kälte durch den Schnee. Die wohl bekannteste Einordnung der Jahreszeiten ist in vier verschiedene Teile: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. In der Theorie lässt sich das Ganze noch weiter differenzieren. Die phänologischen Jahreszeiten teilen das Jahr aufgrund des typischen Wachstumsverhalten bestimmter Pflanzen ein. Auf Basis der vier Hauptjahreszeiten gibt es zehn phänologische Jahreszeiten. Diese Jahreszeiten liegen nicht auf den Tag genau fest, sondern sind abhängig von der Entwicklung der Natur, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich ist. Jeder phänologischen Jahreszeit sind Zeigerpflanzen zugeordnet.

Welche phänologischen Jahreszeiten gibt es?

Zum Frühling gehören der Vor-, Erst- und Vollfrühling. Im Vorfrühling kommen die ersten Frühblüher wie zum Beispiel das Schneeglöckchen und der Märzenbecher aus dem Boden hervor. Besonders die Haselblüte kennzeichnet man als Frühlingsbote. Die Temperaturen werden allmählich wärmer und die Tage nicht mehr so dunkel. Der Erstfrühling beginnt mit der Blüte der Forsythie und den Beerensträuchern wie der Stachelbeere. Auch Obstbäume wie Kirsche, Pflaume und Birne beginnen im Erstfrühling zu blühen. Etwas später, im Vollfrühling, zieht dann der Apfel, Flieder und die Rosskastanie hinterher.

Im Sommer unterteilt man in Früh-, Hoch- und Spätsommer. Der Sommer ist die wärmste Zeit des Jahres. Astronomisch gesehen beginnt der Frühling mit der Sommersonnenwende, welchen den längsten Tag des Jahres kennzeichnet. Durch den Beginn der Blüte des Holunders, Roggen und Robinie läutet der Frühsommer ein. Außerdem ist es der Blütenhöhepunkt der Wiesen und Getreidefelder. Der Hochsommer ist charakteristisch für die Reife der Johannisbeere und des Winterroggens. Auch die Lindenblühte erschöpft ihr volles Potenzial. Im Spätsommer kommt es dann zur Reife früher Obstsorten und der Eberesche.

Außerdem gibt es den Früh-, Voll und Spätherbst. Die Tage beginnen nach und nach kürzer zu werden und die Temperaturen klingen ab. Im Frühherbst reift der Holunder und die Rostkastanie. Die Herbstzeitlose bringt noch einmal Farbe in die Landschaft und beginnt zu blühen, wenn die ersten Blätter beginnen zu fallen. Die eigentliche Blätterverfärbung beginnt im Vollherbst. Das ist auch die beste Zeit für die Kartoffelernte. Daran schließt sich unmittelbar der Spätherbst an und die Blätter beginnen zu Boden zu fallen. Es handelt sich um den Abschluss der Vegetationszeit.

Der Winter wird nicht weiter unterteilt. Diese Jahreszeit definiert die Periode zwischen Ende der Vegetationszeit und Haselblüte, welche den Vorfrühling einläutet. Der Winter beginnt außerdem mit dem Auflaufen des Winterweizens.

Die Vielfältigkeit nimmt kein Ende

Das Thema Ökosystem Wald lässt sich durch viele weitere Fassetten betrachten, beispielsweise durch das System der Nahrungskette und des Nahrungsnetzes, durch die verschiedenen Waldarten, durch die Stufen und Stadien des Waldes, sowie durch die Waldbewohner selbst.

Im nächsten Blogeintrag der Reihe „Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem“ wird es wieder neue spannende Themen zum Lesen geben.

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