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Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem – borealer Nadelwald

Der Wald – von Region zu Region unterschiedlich. Es gibt verschiedene Arten des Waldes, in welche man unterscheiden kann. So gibt es Laub- und Nadelwälder, Mischwälder oder Trockenwälder. Auch der tropische Regenwald ist eine Besonderheit für sich.  Vermutlich nicht allzu bekannt, aber äußerst interessant, ist der boreale Nadelwald. Der boreale Nadelwald ist auch als Taiga bekannt.

Was ist ein borealer Nadelwald?

„Boreal“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „nördlich“. Es wird die nördlichste Region bezeichnet, in welcher noch Bäume wachsen. Der boreale Nadelwald erstreckt sich um die nördliche Halbkugel von Russland bis nach Skandinavien und Kanada. Der Wald bedeckt um die neun bis zehn Prozent der Erdoberfläche. In Richtung des Äquators schließen sich bei feuchteren Klimaten die Nadel- und Mischwälder der Taiga an.

Eigenschaften

Die Sonneneinstrahlung im Gebiet des borealen Nadelwaldes ist sehr gering. Nur wenige Pflanzen und Tiere kommen mit dieser Bedingung und der zusätzlich belastenden Kälte zurecht. Der Winter ist sehr lang und schneereich. Die Temperaturen liegen zwischen – 30 Grad Celsius und können auf bis zu 20 Grad Celsius im Sommer steigen. Dementsprechend ist diese Region sehr artenarm. Es wachsen Kiefern, Tannen, Birken und Lärchen, die man auch in anderen Nadelwäldern finden würde. Meist wachsen Bäume desselben Alters dicht beieinander. Typischerweise sind sie durch einen schmalen, spitzen Wuchs gekennzeichnet. Dies erleichtert das Abrutschen der Schneemassen. Auch Zwergsträucher, Flechten oder Moose wachsen in der Moos- und Krautschicht des Waldes.

In der kalten Region leben Rentiere und Elche, Schneehasen, Füchse oder Schwarzbären. In Alaska und Kanada leben auch Pumas. In den Flüssen und Seen des borealen Nadelwaldes fühlen sich zahlreiche Fischarten wohl, darunter viele Luchsarten. Die Tiere haben sich ihren Umweltbedingungen angepasst und sich verschiedene Strategien ausgedacht, wie sie mit der Kälte umgehen können. So hilft ein dickes Fell zum Beispiel vor dem Einfluss der Kälte.

Durch die kalten Temperaturen stehen die meisten Böden auf Permafrost. Das bedeutet der Boden ist dauerhaft gefroren. Allerdings lässt die Erderwärmung viele Permafrostböden tauen und setzt so Treibhausgase frei, die den Klimawandel vorantreiben. Hinzu kommt, dass das Tauen die Infrastruktur dieser Regionen stark schädigt. Durch die gefrorenen Böden reichen die Wurzeln nur 20 bis 30 Zentimeter tief in den Boden.

Die Vielfältigkeit nimmt kein Ende

Das Thema Ökosystem Wald lässt sich durch viele weitere Fassetten betrachten, beispielsweise durch das System der Nahrungskette und des Nahrungsnetzes, durch die verschiedenen Waldarten, durch die Stufen und Stadien des Waldes, sowie durch die Waldbewohner selbst.

Im nächsten Blogeintrag der Reihe „Der Wald und sein vielfältiges Ökosystem“ wird es wieder neue spannende Themen zum Lesen geben.

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